Alfred Grenander, 1899-1931 Hausarchitekt der Hoch- und U-Bahn, entwarf für den Umsteigebahnhof Wittenbergplatz eine kreuzförmige Eingangs- und Schalterhalle in neoklassizistischen Formen mit quadratischem Turmaufsatz. Sie dient auch dem Übergang zwischen den drei Bahnsteigen mit fünf Gleisen - ein sechstes wurde nicht gebaut, daher die Asymmetrie der Anlage. Der Stahlfachwerkbau ist mit Muschelkalkplatten verkleidet. Alfred Grenander entwarf nicht nur U-Bahnhöfe, er war auch an der Gestaltung der U-Bahnwagen beteiligt.
Schöneberg gehört mit seiner dichten Bebauung zu den urbansten Bezirken Berlins. Gelegen zwischen den Szenebezirken Kreuzberg und dem bürgerlich schicken Wilmersdorf, ist Schöneberg mit seinen Restaurants, Cafés und stilvollen Kneipen ein sehr lebendiges Ausgehviertel. Besonders am Wochenende lohnt sich ein Besuch auf dem Winterfeldmarkt, der wahrscheinlich bekannteste Wochenmark Berlins.
Darüber hinaus hat sich um die Fuggerstraße herum eine Schwulen- und Lesbenszene etabliert, die sich durch besonders originelle Veranstaltungen und Bars auszeichnet. Um den Wittenbergplatz im Nordwesten dominiert der gehobene Einzelhandel mit dem KaDeWe als deutschlandweit führendem Kaufhaus an der Tauentzienstraße, der östlichen Verlängerung des Kurfürstendamms. Das Gebiet ist Teil der Beliner City West und war vor dem Mauerfall sicherlich einer der touristischen Mittelpunkte West-Berlins.
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